Azoren

Neun paradiesische Inseln vulkanischen Ursprungs mitten im Atlantik, das sind die Azoren. Sattgrüne, von Hortensien gesäumte Weiden, atemberaubende Blicke auf tiefblaue Kraterseen, idyllische Felsküsten und schwarze Sandstrände, rauschende Wasserfälle, heisse Quellen und sprudelnde Geysire. Die Azoren bieten ideale Bedingungen für einen erholsamen und abenteuerlichen Urlaub zugleich.

Karte Azoren

Die Azoren liegen 1.500 km westlich vom Europäischen Festland und 3.900 km östlich von Nordamerika, südlich des 40. Breitengrades (etwa auf Höhe von Lissabon).

Verwaltungstechnisch bilden die Azoren eine autonome Region und gehören trotz ihrer vergleichsweise weiten Entfernung vom europäischen Festland zu Portugal und damit zur Europäischen Union.

Die Azoren umfassen neun Inseln mit einer Gesamtfläche von 2.334 km2. Man unterscheidet drei Archipele: die Ostgruppe mit São Miguel und Santa Maria, die Zentralgruppe mit Terçeira, Graciosa, Sao Jorge, Pico und Faial und die Westgruppe mit Flores und Corvo. Insgesamt leben ca. 250.000 Menschen auf den Inseln, über die Hälfte davon auf São Miguel, nicht einmal 500 auf Corvo.

Mit 65 km Länge und 16 km Breite (747 km2) ist São Miguel die grösste, bedeutendste und am meisten erschlossene Insel und Sitz der Hauptstadt Ponta Delgada. Zu erkunden gibt es hier vieles: Von landschaftlicher Vielfalt über reizvolle historische Städtchen bis hin zu einladenden Sandstränden, Entspannung verheissenden Thermalquellen und überwältigenden Momenten mit Walen und Delphinen.

Hauptwirtschaftszweig auf den Azoren ist die Landwirtschaft. Überall sieht man Kühe auf den saftigen Weiden. Nicht nur die Milchprodukte sind beliebt und bekannt (z.B. Queijo de São Jorge), auch das Rindfleisch gilt als ausgezeichnet. Beides sind Exportschlager. Die Fischerei, insbesondere Thunfisch, spielt in der Wirtschaft der Azoren ebenfalls eine Rolle, ist jedoch hauptsächlich auf den Eigenbedarf ausgerichtet. Auf São Miguel gibt es ausserdem zahlreiche Ananasplantagen. Diese Früchte von hervorragender Qualität gibt es seit 1864. Sie werden in Treibhäusern angebaut. Große Flächen werden auch mit Tabak und Tee bepflanzt. Weiterhin wird Zucker verarbeitet und Bier gebraut.

Übrigens: Der portugiesische Name Ilhas dos Açores (Habichtsinseln) entstand aufgrund der zahlreich dort lebenden Bussarde, die die Portugiesischen Eroberer zunächst fälschlicherweise für Habichte hielten. Der Name blieb allerdings auch nach Entdeckung des Irrtums erhalten.

Verwaltungstechnisch bilden die Azoren eine autonome Region und gehören trotz ihrer vergleichsweise weiten Entfernung vom europäischen Festland zu Portugal und damit zur Europäischen Union.